Bild Zeitung
31.07.2010 1:1! Test-Stürmer Schulz trifft für Lok
Die Poldi-Fans sollten sich beeilen. Für das Pokalspiel des ZFC Meuselwitz gegen Köln (15. August) sind nur noch 650 der insgesamt 9018 Tickets verfügbar.
Mit einem 1:1 (0:0) gegen den FC Lok spielten sich die Thüringer, bei denen u.a. Ex-Leipziger Starke (Sehnenanriss im Fuß) fehlte, allerdings nicht wirklich drauf ein. Trainer Halata: „Das hatte ich mir anders vorgestellt."
Lok wieder mit Chef-Trainer Steffens, der nach seinem Klinik-Aufenthalt (Lungenentzündung) aber nur auf der Tribüne saß: „Ich soll mich noch schonen." Mit Christoph Schulz(21, HFC) wurde zudem ein weiterer Mann im Sturm getestet. Der staubte nach einer Hildebrandt-Ecke
auch den Ausgleich ab (61.) und soll einen Vertrag bekommen.
ZFC-Kapitän Oswald hatte vor 820 Fans mit einem Freistoß zum 1:0 getroffen (51.).
cp
Leipziger Volkszeitung
31.07.2010 Loks junge Stürmer mit großen Zielen
Christoph Jackisch und Julian Adam freuen sich auf die neue Herausforderung in der Fußball-Oberliga
Mit einem Highlight beginnt in acht Tagen für die Oberliga-Fußballer vom 1. FC Lok die neue Saison. Gleich am ersten Spieltag treffen die Blau-Gelben in der Red-Bull-Arena auf den Ortsrivalen FC Sachsen. Ihr Debüt in der ersten Mannschaft geben zum Stadtderby am 8. August vielleicht auch Christoph Jackisch und Julian Adam.
Die beiden, die in der Sommerpause aus der A-Jugend gekommen sind, haben in der vergangenen Saison zusammen 28 Tore für ihr Team geschossen. Jetzt sind sie heiß auf die neue Herausforderung.
Jackisch bekam schon beim Fußball-WM-Schauen in der Sommerpause wieder mächtig Lust, selbst zu spielen. Die Möglichkeit, wieder so viele Tore zu schießen, hängt für ihn davon ab, wie oft der Trainer ihn auf den Platz lässt. "Die Chancen stehen nicht schlecht, so viele Stürmer haben wir nicht in der Mannschaft", so der 18-Jährige, der aber in einen sportlichen Machtkampf mit seinem Stürmer-Kollegen Julien Adam kommen könnte. "Es ist schon irgendwie eine Konkurrenz da. Aber das kann nur positiv sein, weil man dann alles geben muss", findet Adam. Den Kopf in den Sand stecken, wenn er nicht in der Startelf steht, würde auch Jackisch nicht. "Wenn der Trainer mich nicht aufstellt, bin ich zwar enttäuscht, aber daran ist nicht der Trainer schuld. Schließlich ist man selbst verantwortlich, ob man spielt oder nicht."
Privat kommen die beiden trotz der Konkurrenz gut miteinander aus. "Was auf dem Platz passiert, bleibt auch hier. Danach ist es vergessen", meint der Blondschopf.
Gleichwertig sieht er sich auch gegenüber seinen anderen Team-Kollegen. "Respekt hat man vor jedem, aber Angst brauchen wir nicht zu haben. Im Training packt jeder mal mit an. Da zählt nicht das Motto, dass die Jüngeren das ganze Zeug schleppen", stellte Jackisch klar. Sein Mitspieler ergänzte: "Der Trainer sagt, es zählt die Leistung, nicht das Alter. Das muss jeder respektieren und macht sicher auch jeder." Beide haben in der vergangenen Saison schon immer mal Oberliga-Luft geschnuppert. Und obwohl ihnen klar ist, dass das Niveau einen Zacken schärfer ist als in der A-Jugend, wollen sie "so viel wie möglich spielen und das so erfolgreich und in der Tabelle so weit oben wie möglich." Nächstes Ziel ist es aber, gut in den Kader zu kommen.
Ein zusätzliches Bonbon wäre es dann natürlich, am Ende der Saison vor dem Liga-Konkurrenten FC Sachsen zu stehen. Allerdings scheint die Rivalität unter den Anhängern wesentlich größer zu sein als zwischen den Spielern. Für beide Mannschaften sei es zwar das wichtigste Saisonspiel: "Jeder möchte in seiner Stadt die Nummer eins sein - zumindest in der Liga", sagte Jackisch - RB Leipzig mal außen vor gelassen. Rivalitäten zwischen dem 1. FC Lok und dem FC Sachsen verspürt er nicht. Der Blondschopf freut sich vielmehr auf ein schönes Derby im großen Stadion vor vielen Zuschauern. Mitspieler Adam sieht es ähnlich: "Ich kenne viele Sachsen-Spieler aus der Schule, wir verstehen uns recht gut. Sicher ist am Spieltag eine Rivalität da. Aber danach kann man sich doch wieder in die Augen sehen."
Frauke Sievers
Leipziger Volkszeitung
31.07.2010 Testspieler Schulz trifft für 1. FC Lok
ZFC Meuselwitz schafft im Testspiel nur 1:1 gegen die Probstheidaer
Der 1. FC Lok Leipzig erreichte gestern Abend in einem Test ein respektables 1:1 beim ZFC Meuselwitz.
Sowohl für den Regionalligisten als auch für den Oberligisten aus Probstheida stand eine Woche vor Saisonstart nochmals eine richtige Standortbestimmung auf dem Plan. Vor 820 Zuschauern in der Meuselwitzer Bluechip Arena waren anfangs allerdings nur die Hausherren zu sehen, die scheinbar die Blaugelben überrollen wollten: René Weinert und Daniel Ferl scheiterten aus aussichtsreicher Position. Lok-Keeper Jan Evers musste ein ums andere Mal Kopf und Kragen riskieren.
Allerdings verflachte die Partie dann zusehends. Vor dem Tor gelang den Steffens-Schützlingen allerdings nicht sehr viel. Entweder klärte die Meuselwitzer Defensive oder ZFC-Keeper Christian Beer war auf dem Posten. Die größten Gelegenheiten hatten Reimund Linkert, der in der 18. Minute mit dem Leder frei vor Beer auftauchte, aber in dessen Arme schoss. Und Benjamin Fraunholz traf nach Flugkopfball in der 32. Minute das Außennetz. Feldüberlegen blieb der ZFC, der es aber versäumte, hochkarätige Möglichkeiten durch Sebastian Gasch oder Martin Bocek zu Zählbarem zu verwerten.
Nach dem Wechsel schnürten die Hausherren schnürten die Leipziger zeitweise ein. In der 51. Minute wurde Meuselwitz belohnt. Kapitän Karsten Oswald zirkelte einen Freistoß aus 20 Metern gen Lok-Tor. Der Ball wurde noch abgefälscht und schlug unhaltbar für Evers zur 1:0-Führung ein.
Aber die Gäste kamen zurück: In der 60. Minute konnte Christoph Schulz, Testspieler vom Halleschen FC, nach der zweiten Lok-Ecke im Nachschuss Oliver Dix überwinden. Fortan war in der nicht gerade berauschenden Partie kein Klassenunterschied mehr zu bemerken. Chancen gab es auf beiden Seiten, dabei die besseren beim 1. FC Lok, dessen Chef Steffen Kubald seiner Mannschaft eine gute Leistung bescheinigte. Jörg Wolf
ZFC Meuselwitz: Beer, Brendel, Müller, Weinert, Gasch, Riese, Oswald, Ferl, Bocek, Böhme, Luck. Eingewechselt: Dix, Weis, Pikl, Kind, Holz, Blankenburg.
Lok Leipzig: Evers, Krug, Linkert, Kunert, Werner, Fraunholz, Schulz, Knoof, Seifert, Hildebrandt, Görke. Eingewechselt: Seipel, Heusel, Saalbach, Brumme, Brodkorb.
Leipziger Volkszeitung
30.07.2010 Derby ohne Prestige-Charakter
Lok-Trainer Steffens wieder im Amt / Schlechte Nachrichten für ZFC-Coach Halata
Achim Steffens ist ein harter Hund. Bereits heute (Anpfiff 18 Uhr, Bluechip-Arena) wird der neue Trainer des 1. FC Lok seine Jungs beim Testspiel in Meuselwitz betreuen, obwohl der 60-Jährige erst am Mittwochnachmittag nach seiner Lungenentzündung das Krankenhaus verlassen durfte.
Für den Fußball-Lehrer ist das nichts Besonderes: "Das ist mein Job. Ich habe letztlich die Verantwortung für die Mannschaft. Außerdem: Ich arbeite doch nicht unter Tage." Regionalligist ZFC Meuselwitz hält Steffens für einen guten Gegner, weil er nach diesem Match wisse, wo seine Mannschaft steht. Obgleich Lok in der Oberliga nur selten auf Kontrahenten treffen werde, die so stark sind wie das von Damian Halata betreute Team. Von einer Generalprobe vorm Derby gegen den FC Sachsen zum Saisonstart am 8. August (14 Uhr, Red-Bull-Arena) möchte er aber nicht reden. "Wir haben ja danach noch eine gute Woche Zeit bis zu diesem Spiel." Typisch auch die Antwort des Trainer-Urgesteins auf die Frage, ob denn heute in Meuselwitz seine Elf fürs Match des Jahres gegen die Leutzscher auflaufen wird. "Die an diesem Tag auflaufen, sind für mich zu diesem Zeitpunkt auch die Besten."
Apropos Derby: Bisher wechselten in den Vorverkaufsstellen des Probstheidaer Klubs 1500 Tickets den Besitzer. Lok-Vorsitzender Steffen Kubald rechnet mit 15 000 Zuschauern, davon zwei Drittel Probstheidaer Anhänger. Den Zeitpunkt zum Saisonstart hält er für günstig, weil die Fans nach der langen Sommerpause besonders nach Fußball gieren.
Der Meuselwitzer Trainer Damian Halata, für den dieses Nachbarschaftsduell keinerlei Prestigecharakter hat, wollte gegen den 1. FC Lok die Anfangself auf den Rasen schicken, "die ich mir übernächsten Sonntag zum Saisonstart bei den Cottbusser Amateuren vorstelle". Das hat sich bei Zugang Manuel Starke (1. FC Lok) bereits erledigt. Der Mittelfeldspieler zog sich im Test bei Thüringenligist Borsch einen Sehnenriss in der Fußsohle zu, die ihn wohl zu einer Pause von vier Wochen zwingt. "Das ist bitter, zumal es bisher hier so gut läuft für mich", sagte Starke gestern. Fehlen wird beim ZFC heute auch Abwehrspezialist Michael Rudolph, der gestern mit einem Virus ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Ein dickes Fragezeichen steht bei den Gastgebern zudem hinter Angreifer Tommy Kind, ebenfalls ehemaliger Probstheidaer, der in dieser Woche beim Training umknickte und sich nun mit einem dicken Knöchel herumplagt. Alles für Coach Halata ärgerlich, aber nicht überraschend: "Mit solchen Blessuren muss in der Vorbereitung immer gerechnet werden."
Norbert Töpfer
iSeit vorigen Sonnabend ist das traditionelle Saisonheft des Probstheidaer Klubs unter dem Namen "LOKSTOFF" (Preis: 4 Euro) erhältlich.
Bild Zeitung
29.07.2010 Gas-Konzern auf die Brust von Lok?
Der 1. FC Lok weiter oben ohne!
Wenn der Oberligist morgen (18 Uhr) mit dem wieder genesenen Cheftrainer Achim Steffens beim ZFC Meuselwitz testet, wird die Brust wiederum blank sein. Aber vielleicht nicht mehr lange. Die „goldgas SL GmbH" könnte Nachfolger von Beton-König Torsten Fenger (Kernberg), der sein Engagement verringerte, werden. Das private Nürnberger Gasunternehmen (100 000 Kunden/ca. 200 Mio. Euro Jahresumsatz) erweitert derzeit seine Absatzmärkte, will auch in Leipzig Fuß fassen. Lok erhofft sich vom Brustsponsor etwa 50000 Euro.
Test gestern: Serbitz - Lok 1:14.
cp
Leipziger Volkszeitung
29.07.2010 Hallenser fühlt sich bei Lok wie zu Hause
Abwehrspezialist Markus Krug nach Seuchensaison wieder voller Optimismus
Abwehrspezialist Markus Krug musste als Zugang das Oberliga-Seuchenjahr des 1. FC Lok erleben. Trotzdem hat der Hallenser keinen Gedanken daran verschwendet, den Klub zu verlassen. Obgleich der 21-Jährige noch nicht weiß, wie das nächste Spieljahr verläuft, geht er bereits jetzt davon aus, seinen bis 2011 gültigen Vertrag zu verlängern.
Dabei geriet er in der abgelaufenen Saison öfter ins Grübeln. "Ich habe meine eigene Leistung ständig hinterfragt. Das ist aber normal. Bei Lok lief es über Jahre gut, jetzt komme ich und wir spielen schlecht." Zudem musste er deswegen mehrfach den Spott von Anhängern des Halleschen FC über sich ergehen lassen. Mit dem HFC hatte er als blutjunger Ergänzungsspieler den Aufstieg in die Regionalliga geschafft. Gemeinsam mit seinen heutigen Lok-Kollegen Thorsten Görke, Jens Werner und Benedikt Seipel wurde er in der Saison 2007/08 Oberliga-Meister. Vom Titel mit den Probstheidaern redet Krug nicht. "Wir wollen wieder attraktiven Fußball spielen. Mit der Startelf vom Sonntag gegen die Zweite von Hertha BSC sollte es möglich sein, eine gute Rolle zu spielen." Dem 0:3 im Test gegen die Hauptstädter, in dem er als rechter Manndecker agierte, gewinnt der Hallenser auch gute Seiten ab. "Klar haben wir viele Chancen vergeben. Aber die mussten wir uns erst erarbeiten. Das gelang ordentlich." Zudem setzt er auf den neuen Trainer Achim Steffens. "Das ist ein Typ, der uns pushen kann."
Für den Saalestädter ist es zusätzliche Motivation, seinen ehemaligen Teamkollegen Görke neben sich zu haben. "Thorsten ist ein Leitwolf, der uns vorige Saison fehlte. Als Abwehrchef strahlt er Ruhe aus, die wir brauchen, um sicher zu stehen." Der Haudegen gibt das Lob mit kritischer Anmerkung zurück: "Markus ist für seine Gegner ein unbequemer Abwehrspieler. Er muss seine beachtlichen Fähigkeiten nur öfter zeigen."
Ein Umzug nach Leipzig kommt für Krug nicht in Frage. "Ich arbeite bei der Stadtverwaltung Halle als Verwaltungsfachangestellter. Wir haben Gleitarbeitszeit, so dass ich meinen Job gut mit dem Fußball verbinden kann." Dabei gibt er zu, dass es fünfmal pro Woche stressig sei, früh zeitig aus dem Haus zu gehen und erst 20.30 Uhr wieder daheim zu sein. "Aber ich will es so. An meinem freien Tag beschäftige ich mich schließlich auch oft mit Fußball." Deshalb wolle er nicht klagen. Außerdem: In Leipzig meist vor mehr als 2000 Zuschauern auflaufen zu dürfen, bedeute für ihn eine herrliche Entschädigung für den Aufwand. Jetzt freut er sich aufs Derby zum Saisonstart gegen den FC Sachsen: "Ein 0:0 wird es nicht wieder geben. Wenn wir unsere guten Ansätze ausbauen, hauen wir die Leutzscher diesmal weg."
Norbert Töpfer
Gestern Abend gewann Lok ein Testspiel bei Kreisligist Eintracht Serbitz/Thräna mit 14:1 (4:0).
Bild Zeitung
27.07.2010 Leider kam Rose nur als Fan zu Lok
Nur knapp 900 Fans bei der Saisoneröffnung gegen Hertha II. Nicht wirklich berauschend für den FC Lok. „Wir haben für diese Veranstaltung erstmals Eintritt genommen", sagt Boss Steffen Kubald. „Wahrscheinlich lag es daran."
Die, die da waren, hatten trotz des 0:3 ihren Spaß. Und mittendrin war einer, den man in Prosbtheida noch bestens kennt: Marco Rose (33). Der ehemalige Bundesliga-Kicker(65 Spiele/3 Tore) ist inzwischen ins Trainerteam der Regionalliga-Bubis von Mainz 05 aufgerückt, hilft dort auch noch als Spieler aus. Leider...
Denn Rose gibt auch zu: „Ich hätte gerne meine Karriere bei Lok beendet, doch die Perspektive in Mainz stimmt." Und warum dann der Besuch bei den Blau-Gelben? „Wir haben' zwei Tage frei. Perfekt um meinen besten Kumpel Thorsten Görke zu besuchen."
cp, as
Leipziger Volkszeitung
27.07.2010 Lok fehlt noch ein Stürmer
Mittelfeldmann Seipel kommt vom HFC
Schlag auf Schlag geht es jetzt für die Oberliga-Fußballer des 1. FC Lok Leipzig bis zum Punktspielstart mit dem Ortsderby gegen den FC Sachsen am 8. August (14 Uhr) in der Red-Bull-Arena. Nach dem 0:3 gegen die Hertha-Fohlen am vergangenen Sonntag und dem täglichen Training gastieren die Freizeit-Sportler morgen Abend (18.30 Uhr) bei Kreisligist Eintracht Serbitz/Thräna.
"Solche Testspiele dienen neben der Vorbereitung auf die neue Saison auch der Imagepflege", sagt Teammanager Peter Milkau und ergänzt: "Nach dem schweren Match gegen die Berliner ist das eine leichtere Aufgabe, auch wenn wir sie trotzdem ernst nehmen. Bereits am Freitag in Meuselwitz bestreitet unser Team einen weiteren Härtetest gegen den Regionalligisten, der uns eine Woche vor dem Saisonstart Aufschluss geben wird, wo wir stehen", meint Milkau.
Der 1. FC Lok konnte gestern mit Benedikt Seipel, der bereits seit einigen Wochen mit der Mannschaft trainiert, einen weiteren Zugang vorstellen. Der Mittelfeldakteur kommt vom Halleschen FC. "Es gab auch zwei, drei Anfragen von anderen Klubs, aber letztendlich hat mich die sportliche Perspektive überzeugt. Es ist ein riesiger Anreiz, vor allem in den Heimspielen regelmäßig vor mehr als 2000 Zuschauern auflaufen zu können", begründet der 24-Jährige seine Entscheidung.
Die Probstheidaer möchten noch einen Stürmer verpflichten. "Die Partie gegen Hertha hat gezeigt, dass wir uns im Angriff verstärken müssen", verrät Milkau. Gemeinsam mit Vereinschef Steffen Kubald führe er bereits Gespräche. Doch trotz großen Bedarfs werde für den möglichen neuen Angreifer das Budget für die Mannschaft nicht überzogen.
nt
Bild Zeitung
26.07.2010 Alarm bei Lok
Vor allem im Sturm klemmt es
Au Backe! Oberligist 1. FC Lok vergeigte die offizielle Saisoneröffnung vor nur 893 Fans gegen Regionalligist Hertha BSC II mit 0:3. Bittere Erkenntnis: Vor allem im Sturm herrscht Flaute!
„Das Resultat spiegelt nicht den Spielverlauf wieder", ärgert sich Co-Trainer Mike Sadlo (38), der Chef Achim Steffens wegen dessen Lungenentzündung (BILD berichtete) vertrat. Der Ex-Stürmer (der Spielerpass liegt noch bereit!) schüttelte vor allem über die Abschluss-Schwäche seiner „Torjäger" den Kopf. So vergeigte das Sturm-Duo Heusel (14./45.) und Fraunholz (43.) gleich drei Hundertprozentige. Die Hertha-Bubis waren dagegen eiskalt: Torunarigha (31.) und Boyd (56./77.) nutzten alle drei (!) Torchancen. Sadlo gibt zu: „Es fehlt ein Erfolgserlebnis - und Alternativen." Baustelle Sturm! Kein Wunder das Sebastian Hauck (21/RBL) ein Thema bleibt. Teammanager Peter Milkau (59) bremst: „Der Etat gibt kaum noch etwas her."
Immerhin: Mittelfeldmann Benedikt Seipel (24/HFC) unterschrieb einen Vertrag bis 2011.
RONNY JOHN
Leipziger Volkszeitung
26.07.2010 Beifall für Lok trotz 0:3-Niederlage
Probstheidaer Oberligist bietet gegen Hertha-Fohlen eine Stunde lang ordentlichen Fußball
Fußball-Oberligist 1. FC Lok Leipzig unterlag gestern im Rahmen seiner offiziellen Saisoneröffnung der zweiten Mannschaft von Hertha BSC nach gutem Spiel vor 893 Zuschauern mit 0:3 (0:1).
Eigentlich wollten die Probstheidaer ihrem Trainer Achim Steffens zum 60. Geburtstag (Sonnabend) mit einem ordentlichen Ergebnis ein nachträgliches Geschenk machen, das zu dessen schneller Genesung von seiner Lungenentzündung beitragen sollte. Doch das ging gründlich daneben. Dabei bot die von Co-Trainer Mike Sadlo betreute Lok-Elf über eine Stunde lang eine fußballerisch ordentliche Vorstellung.

Das 0:3 zeigt nicht die Kräfteverhältnisse in diesem ausgeglichenen Match. "Das Ergebnis ist schlecht. Aber wir haben lange das umgesetzt, was wir uns gegen spielstarke Berliner vorgenommen hatten. Wir hätten auch 3:1 führen können", meinte Sadlo nach dem Abpfiff. Was sein Kollege Karsten Heine bestätigte: "Das klare Resultat täuscht über den Spielverlauf hinweg. Leipzig erarbeitete sich einige gute Chancen."
Von denen Lok aber keine nutzte. Die Hertha-Fohlen, alles Akteure unter 20 Jahre, waren da aus anderem Holz geschnitzt. Sie hatten drei klare Einschussmöglichkeiten, die sie allesamt nutzten. Zwei davon spielten die Hauptstädter lehrbuchreif heraus, beide Male traf Terrence Boyd. Lok mit Abwehrchef und Kapitän Thorsten Görke wirkte dabei chancenlos. Alexander Kunert war enttäuscht: "Wir hatten fünf hundertprozentige Chancen, ich muss auch eine verwerten. Aber die Fitness ist gut. Und wir haben noch 14 Tage Zeit, unsere kleinen Fehler abzustellen", analysierte der agile Mittelfeldmann das abwechslungsreiche Match, bei dem die Gastgeber zurecht mehrfach Beifall auf offener Szene erhielten.
Marco Rose (65 Bundesligaspiele für Mainz 05) lobte das Team seines früheren Klubs. "Dafür, dass sich die Mannschaft im Umbruch befindet, sah es nicht schlecht aus. Nur nach vorn fehlte phasenweise etwas der Druck", sagte der 33-Jährige, der seine Karriere im Sommer beendete. "Ich arbeite jetzt als Assistenztrainer in unserer zweiten Mannschaft. Da könnte es sein, das ich dort ab und zu noch in der Regionalliga auflaufe, wenn ich gebraucht werde", meinte der frühere VfB-Akteur, der mit Lebenskameradin Nicola Pietzsch und Tochter Maria (2) zuschaute.
Gestern wurde Zugang Sebastian Kieback nach seiner Wadenbein- und Knöchelfraktur aus dem Krankenhaus entlassen. "Ich rechne erst nach der Winterpause wieder mit seinem Einsatz", erklärte Lok-Teammanager Peter Milkau.
Viele Zuschauer wirken nach der sonntäglichen Vorstellung gegen den Regionalligisten optimistisch. "Das sah zeitweise sehr vernünftig aus, was die junge Mannschaft bot", lobte Harry Biedermann (73) aus Markkleeberg, den es seit 30 Jahren ins Bruno-Plache-Stadion zieht. Gattin Ingrid ergänzte: "Ich setze auf Trainer Achim Steffens." Wann der Lok-Coach die Mannschaft wieder übernimmt, ist ungewiss.
Norbert Töpfer
1. FC Lok: Evers - Krug (46. Knoof), Görke, Stöber (75. Brodkorb) - Werner, Kunert, Hildebrand, Seifer - Linkert (67. K. Adam) - Fraunholz (65. J. Adam), Heusel (62. Brumme).
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