Bild Zeitung
26.01.2012 4:1! Kommt nun der lange Stratmann?
Der 1. FC Lok siegte im Test in Grimma 4:1.
Gegen den Sechstligisten traf Bachmann (5.) vor der Pause. In Hälfte zwei legten N'Diaye (52./76.) und Brumme (61.) nach. Trainer Kronhardt hatte da allerdings fast komplett gewechselt. Einzig Jens Werner spielte durch.
Am Rande: Stürmer André Stratmann (20) soll getestet werden. Der Lange (1,89 m) spielte im Nachwuchs des VfL Bochum, zuletzt in Polen.
Leipziger Volkszeitung
26.01.2012 Kronhardt-Team schlägt Grimma 4:1
Fußball-Oberligist 1. FC Lok Leipzig gewann gestern Abend ein Testspiel bei Sachsenligist FC Grimma mit 4:1 (1:1). Vor 200 Zuschauern trafen auf dem Kunstrasenplatz Felix Bachmann (5.), Djibril N'Diaye (52., 76.), Albrecht Brumme (61.) für die Probstheidaer. Marc Werner schoss in der 12. Minute zum zwischenzeitlichen 1:1 ein.
Der ehemalige Fifa-Linienrichter Harald Sather vom FC Grimma freute sich nach dem Abpfiff über eine ordentliche Partie bei guten Bedingungen, ärgerte sich aber über die hochkarätige Chance, die René Großmann kurz nach der Pause ausließ. "Wir konnten in Hälfte eins das Spiel ausgeglichen gestalten, danach war Lok das überlegenen Team. Wer weiß, wie es gelaufen wäre, wenn Großmann getroffen hätte", meinte der 52-Jährige.
Lok-Trainer Willi Kronhardt wirkte ganz locker. "Ich bin schon zufriedener als zuletzt. Vor allem, was die taktische Ausrichtung angeht. Die Mannschaft hat sich in beiden Hälften an meine Anweisungen gehalten. Das sah schon nach Fußball aus, was die Jungs in diesem Spiel zeigten." Trotzdem hält der FußCoach den Ball flach. "Ich bin froh, dass die Mannschaft noch Fehler macht. Denn da können wir ansetzen bei der schweren Arbeit, die wir noch vor uns haben."
nt
Leipziger Volkszeitung
25.01.2012 Lok-Test in Grimma, Punktspiele terminiert
Oberligist 1. FC Lok spielt heute Abend (18.30 Uhr) auf Kunstrasen bei Landesligist Grimma. Probe-Stürmer Thomas Brechler, Torschütze beim 3:1 in Sandersdorf, ist diesmal nicht dabei, aber weiter ein Thema. Trainer Willi Kronhardt will in Grimma "einen anderen jungen deutschen Stürmer" testen. Neue Punktspiel-Termine: Am 11. Februar (13.30 Uhr) tritt Lok beim Chemnitzer FC II an, am 11. April (18.30 Uhr) bei Dynamo Dresden II zur Nachhol-Partie.
r.
Leipziger Volkszeitung
23.01.2012 Probe-Stürmer Brechler trifft in Sandersdorf
Zweites Testspiel, erster Lok-Sieg: Im Vergleich zum 1:4 gegen Auerbach zeigten die Probstheidaer eine Steigerung, gewannen am Sonnabend bei Sechstligist Union Sandersdorf 3:1 (2:1). Vor 200 Zuschauern trafen Thorsten Görke (3.), Ivan Ristovski (45.) und Probespieler Thomas Brechler (73.). Brechler, zur Pause eingewechselt, hatte einige gute Szenen, könnte Loks Sturmprobleme beheben. Der 25-Jährige kickte früher für Hessen Kassel in der Regionalliga und in der vergangenen Saison beim VfR Aalen in der 3. Liga. "Er hatte zuletzt viel Verletzungspech, besitzt aber seine Qualitäten", sagte Lok-Trainer Willi Kronhardt, der Brechler aus gemeinsamen Zeiten beim VfL Wolfsburg II kennt: "Wir sind damals zusammen aufgestiegen, Thomas ist bullig, antrittsschnell und torgefährlich." Mit der Verpflichtung des 1,83 Meter großen Angreifers will Kronhardt - wie bei Keeper Christopher Gäng - noch warten. "Brechler bleibt erst einmal bei uns, aber es kommen weitere Probespieler. Auf jeden Fall haben wir Handlungsbedarf im Sturm und beim Torwart, werden deshalb auch reagieren." Der Coach war mit dem Sandersdorf-Test insgesamt zufrieden. "Die Jungs gewöhnen sich langsam an Umfang und Intensität des Trainings, Laufbereitschaft und Aggressivität haben mir gefallen, allerdings waren wir bei Kontern anfällig", erklärte Kronhardt, der zur Pause bis auf Ristovski komplett tauschte und "Team II" lobte: "In der zweiten Halbzeit haben wir bei dann besseren Platzverhältnissen ruhiger und mit mehr System gespielt." Der Trainer hatte überraschend Angreifer Rico Engler als Innenverteidiger aufgeboten. "Ich wollte mal was Neues ausprobieren, die Spieler müssen mit ungewohnten Situationen klarkommen, und Rico hat das ganz gut gemacht." Wermutstropfen: Marcus Saalbach musste mit dickem Knöchel raus, droht länger auszufallen.
Steffen Enigk
Leipziger Volkszeitung
20.01.2012 Tests in Grimma und gegen Linz
Der 1. FC Lok hat zwei weitere Testspiele vereinbart: Am kommenden Mittwoch (18.30 Uhr) tritt der Oberligist in Grimma an, am 5. Februar erwarten die Probstheidaer um 14 Uhr im Plache-Stadion den österreichischen Zweitligisten Blau-Weiß Linz. Doch zuvor reist Trainer Willi Kronhardt zum Duell mit einem seiner Vorgänger. Lok spielt morgen, 13 Uhr, bei Sechstligist Union Sandersdorf, der vom 2009 bei Lok entlassenen Rainier Lisiewicz gecoacht wird. Kronhardt interessiert aber ausschließlich die Zukunft. Er macht seine Mannschaft derzeit mit zwei Übungseinheiten täglich für die Rückrunde fit. Gestern konnte er bereits zum Vormittagstraining zwölf Spieler begrüßen und meinte erfreut: "Das sind ja fast schon professionelle Bedingungen, die Jungs zeigen große Fortschritte." Auch bei Christopher Gäng purzeln laut Kronhardt die Pfunde. Der Probe-Torwart hat gute Chancen auf einen Vertrag, zumal Stammkeeper Martin Dolecek operiert wurde und lange ausfällt. Kronhardt will keine Spieler abgeben, allen eine Chance ermöglichen und in Sandersdorf munter rotieren lassen: "Ich halte die Tür offen." Dies gilt auch für Neuverpflichtungen. Der Trainer möchte einen Stürmer: "Wir sind ja nicht blauäugig, haben aber Zeit, bis das Transfer-Fenster schließt." Das Präsidium gab bereits grünes Licht.
Steffen Enigk
Leipziger Volkszeitung
16.01.2012 Kronhardt kritisiert Abwehr und Fitness
Erster Lok-Test ernüchtert: 1:4 gegen Auerbach
Es gab schon schönere Trainer-Debüts. Willi Kronhardt verfolgte das erste Lok-Testspiel unter seiner Regie fast regungslos auf einem Stuhl an der Seitenlinie, sah am Sonnabend ein ernüchterndes 1:4 (0:2) gegen den Oberliga-Zweiten VfB Auerbach. "Es war klar, dass wir nach einer harten Trainingswoche keine Bäume ausreißen", sagte der 42-Jährige, "und wenn wir 3:1 gewinnen, fragt jeder, warum Lok einen neuen Trainer geholt hat." Müde seien seine Jungs gewesen, auch im Kopf. "Dennoch verlange ich mehr Bereitschaft und Engagement, mir fehlt das Leben auf dem Platz", kritisierte Kronhardt, der 18 Akteure einsetzte und körperliche Defizite konstatierte: "Die Truppe war nicht fit und ist es auch jetzt nicht. Die Spieler merken langsam, was auf sie zukommt." Der Coach monierte "katastrophale Fehler der Innenverteidiger". Die hießen zunächst Markus Krug und Thorsten Görke. Kronhardt: "Bei mir ist keiner gesetzt. Thorsten muss als Kapitän meine Vorgaben umsetzen. So geht es nicht." Aus einem Ackergaul könne man keinen Sprinter machen. "Das müssen wir taktisch auffangen, und das braucht wie alles andere Zeit." Im zentralen Mittelfeld, wo Raik Hildebrandt ein 45-Minuten-Comeback gab, testete Kronhardt Flügelflitzer Benedikt Seipel. In der Viererkette durfte Tino Schulze (2. Mannschaft) ran, auf der linken Außenbahn Andreas Streubel. "Beide hatten bisher keine Chance, kriegen jetzt eine", erklärte der Trainer: "Bei gleicher Leistung werde ich jüngeren Spielern den Vorzug geben." Kronhardt lobte auch - Felix Bachmann für seine Durchbrüche auf der rechten Seite und den agilen Angreifer Christoph Schulz. "Er braucht noch einen starken Sturmpartner." Neuverpflichtungen schloss der Coach nicht aus. Probe-Torwart Christopher Gäng (Türkiyemspor, früher RB) soll vorerst bleiben. "Er steht gut, zeigt Präsenz. Aber er muss abspecken." Ob Gäng einen Vertrag erhält, ließ Kronhardt offen. "Abwarten."
Steffen Enigk
Bild Zeitung
14.01.2012 Heute erster Auftritt von Kronhardt
Mal sehen, was der neue Mann schon so bewirkt hat.
1. Auftritt von Lok-Trainer Willi Kronhardt (42) heute (14 Uhr) im Test gegen Oberliga-Rivale Auerbach. „Lampenfieber habe ich nicht", erklärt er. „Denn ich weiß, dass wir intensiv gearbeitet haben." Freilich weiß er: „Die Jungs werden nach der ersten, harten Woche müde sein."
Torwart Christopher Gäng wird, wie angekündigt, eine Halbzeit unter die Lupe genommen. Weitere Test-Kandidaten sind vorerst nicht geplant. Kronhardt, der im Trainingsanzug auf der Bank sitzen wird: „Qualität und Quantität der Mannschaft sind völlig okay."
Offen noch, wo das Spiel heute über die Bühne geht. Abhängig vom Niederschlag in der vergangenen Nacht könnte vom Plache-Stadion auf den Kunstrasen in Grimma umgezogen werden.
as
Leipziger Volkszeitung
14.01.2012 Willi Kronhardt: Uns schreckt nichts
Lok-Trainer lobt vor Auerbach-Test seine Spieler
"Der Regen kam einigen Spielern bestimmt gelegen. Da konnten sie sich mal von oben abkühlen lassen. Die Jungs haben nämlich trotz des Gusses geschwitzt", antwortete Lok-Trainer Willi Kronhardt auf die Frage, ob denn am Donnerstagabend bei dem unwetterartigen Bedingungen überhaupt trainiert werden konnte.
Und wie sich die Spieler des 1. FC Lok schindeten - ohne Flutlicht: "Bei dem, was wir gemacht haben, brauchen wir keine Beleuchtung. Uns schreckt nichts. Alle haben super mitgezogen", lobte der Coach seine Männer, die am heutigen Sonnabend (14 Uhr) im ersten Vorbereitungsspiel auf die Rückrunde unter der Regie des neuen Trainers den VfB Auerbach empfangen. Test gegen einen Liga-Konkurrenten? Für Kronhardt kein Problem: "Wir haben doch zweimal gegen sie gespielt. Die Auerbacher sind Tabellenzweiter der Oberliga, sie werden uns alles abverlangen. Und meine Jungs werden müde sein nach dieser harten Woche." Drei Tage hat er zweimal täglich trainieren lassen. "Ich freue mich, dass auch früh so viele kamen. Donnerstag waren es zehn Spieler. Schließlich haben die Studenten auch Prüfungen."
Die bei den Hallenturnieren angeschlagenen Albrecht Brumme und Benedikt Seipel begnügten sich mit Lauftraining, der lange verletzte Raik Hildebrandt dagegen wird gegen sogar Auerbach auflaufen. Kronhardt wird den Keepern Boris Jovanovic (39), Alexander Czempik (21) und Probe-Torwart Christopher Gäng (23, Türkiyemspor) eine Chance geben, sich anzubieten.
nt
Bild Zeitung
13.01.2012 Kommt er endlich in die Gänge?
Wenn der 1. FC Lok morgen (14 Uhr) gegen Auerbach testet, wird er zumindest eine Halbzeit lang unter die Lupe genommen - Probe-Torwart Christopher Gäng.
Zuletzt stand er bei Pleite-Klub Türkiyemspor zwischen den Pfosten. Eine schlimme Zeit. „Seit Juli habe ich dort kein Gehalt mehr bekommen", klagt er. Er zog sogar vor Gericht. Aber ob er jemals einen Cent sehen wird? Der Oberligist hat inzwischen Insolvenz angemeldet...
Nun die (mögliche) Rückkehr nach Leipzig, wo er bis letzten Sommer noch bei RB unter Vertrag stand.
Die Lok-Fans werden ihn deshalb womöglich nicht freundlich empfangen. Gäng: „Aber was sollte ich damals machen? Ich hatte nur dieses Angebot. Außerdem stand ich auch schon bei Waldhof Mannheim im Tor. Und das ist ja, wie Lok, auch ein Traditionsverein."
as
Bild Zeitung
12.01.2012 "Ich will die Lust am Fußball sehen"
Trainer Kronhardt soll den 1. FC Lok nach oben bringen
Er ist schon der sechste Trainer in der noch jungen Lok-Geschichte. Und soll den Klub möglichst diese Saison hoch in Liga 4 hieven. Das BILD-Interview mit Willi Kronhardt (42).
BILD: Bis 2000 spielten Sie noch bei Lok-Vorgänger VfB Leipzig. Nun die Rückkehr nach über elf Jahren. Wie wars?
Kronhardt: „Es hat am ersten Tag ernsthaft gekribbelt. Und als ich dann die Trainingshalle sah, dachte ich: Scheiße, es hat sich ja gar nichts verändert."
BILD: Naja, zumindest mit Ihnen soll sich nun was ändern, der Erfolg zurückkehren.
Kronhardt: „Ich stoße überall auf positive Resonanz. Das freut mich."
BILD: Ihre Vorstellung von Fußball?
Kronhardt: „Aus einer sicheren Deckung heraus offensiv und aggressiv spielen, früh attackieren. Dafür muss jeder körperlich mehr als fit sein."
BILD: War das die Mannschaft zuletzt nicht?
Kronhardt: „Ich glaube nicht, dass alle an ihre Grenzen gegangen sind. Sonst würde der Klub nicht da stehen, wo er jetzt steht."
BILD: Lok ist Achter. Wie wollen Sie den Klub nach vorne führen?
Kronhardt: „Die Mannschaft ist intakt. Aber ich möchte Führungspersönlichkeiten sehen. Und Lust am Fußball!"
BILD: Das allein wird nicht reichen.
Kronhardt: „Wir werden viel mit dem Ball arbeiten. Der gehört immer dazu. Wie beim Handwerker Hammer und Meißel. Zudem lege ich großen Wert auf Video. Ich habe selbst ein Schnittsystem, werde positive und negative Sachen aufarbeiten."
BILD: Welchen Stellenwert hat der Fußball-Nachwuchs?
Kronhardt: „Mit Nachwuchschef Jörg Seydler ist schon ein reger Austausch da. In den nächsten Tagen werde ich mich auch bei allen anderen Nachwuchs-Trainern vorstellen. Wir arbeiten alle Hand in Hand. Aber einer entscheidet - und das bin ich."
ANDRÈ SCHMIDT
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